grumpy me

Noch 16 Tage bis Weihnachten. Und bei mir bricht so langsam der Stress aus. Weihnachtsfeiern, Geschenke besorgen und zu allem Überfluss stehen in der Uni auch noch zwei Prüfungen an. Wenn ich in meinen Kalender gucke, bekomme ich einen kleinen Panik-Anfall.

In einer ruhigen Minute betrachtet ist dann eigentlich alles gar nicht mehr so schlimm. Das mit den Geschenken hat bis jetzt jedes Jahr irgendwie geklappt und die Weihnachtsfeiern habe ich auch immer zeitlich untergebracht. Warum setze ich mich dann also selber so unter Druck? Da bekomme ich nur wieder ein Herpesbläschen von…

Achja…da fällt es mir ein. Die Uni…da war ja was. Es ist mir wichtig gute Noten zu schreiben. Ich möchte einen tollen Abschluss machen, um dann einen tollen Job zu bekommen. Also mache ich mir selber Druck noch ein bisschen mehr zu lernen, als ich es sowieso schon tue. Früher war das anders. Mein Abi habe ich irgendwie so nebenbei gemacht. Natürlich war das Ergebnis dann auch entsprechend, aber das hat mich nie gestört. Es hat mich auch nicht daran gehindert das zu machen, was ich machen wollte. Wo kommt also plötzlich dieser Druck her?

Das aller schlimmste an der ganzen Sache ist meine Laune. Ich werde unausstehlich in dieser Zeit. Die größte Ladung bekommen die Menschen ab, die mir am nächsten stehen – meine Familie und mein Freund. Ich bin quasi eine tickende Zeitbombe. Eine falsche Anmerkung und ich gehe in die Luft. Meinem Freund gönne ich in dieser Zeit nichts. Sein Leben darf nicht entspannter sein, als meines. Alles wird kritisiert und ich erwarte, dass er mich auf Händen trägt in meiner „ach so schweren“ Phase. In hellen Momenten merke ich selber, dass ich niemanden für meine Situation verantwortlich machen kann und dass auch niemand dafür verantwortlich ist mein Leben zu regeln. Aber fünf Minuten später kann ich schon wieder an die Decke gehen, weil ich den Tisch alleine abräumen musste.

Dieser innere Zwiespalt macht mich wahnsinnig. Einerseits will ich gute Noten bekommen, andererseits will ich mich nicht stressen. Natürlich erwarte ich von den Menschen, die mir Nahe stehen, dass Sie mich unterstützen, aber ich will sie ja auch nicht ständig überfordern. Ich finde seit Uni-Beginn vor zwei Jahren bin ich schon um einiges entspannter geworden. Da kann ich mir auf die Schulter klopfen. Aber einen zufriedenstellenden Zustand habe ich auch noch nicht erreicht. Das wird noch ein hartes Stück Arbeit.

In diesem Sinne wünsche ich euch allen einen erholsamen und entspannten 2. Advent. eure sina

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