Die Geschichte von der Schilddrüse und dem Schweinehund

Darf ich vorstellen, die Schilddrüse – kleines Organ mit großer Wirkung.
Die Schilddrüse  ist ein kleines, normalerweise nicht mehr als 25 g schweres Organ, das unterhalb des Kehlkopfs an der Luftröhre liegt. Die Schilddrüse bildet zwei sehr wichtige Hormone mit den Bezeichnungen Trijodthyronin und Tetrajodthyronin (Thyroxin). Die Abkürzungen dafür lauten T3 bzw. T4. Diese beiden Botenstoffe regulieren, ob der gesamte Stoffwechsel auf Hochtouren oder auf Sparflamme läuft. Zum Beispiel sind der Sauerstoff- und Energieverbrauch, die Körperwärme, der Mineralstoff- und Wasserhaushalt davon abhängig. Dadurch lenkt das kleine Organ fast alle wichtigen Funktionen im Körper, den gesamten Stoffwechsel, Herz und Kreislauf, Magen und Darm, Nerven und Muskeln. Außerdem beeinflusst die Schilddrüse mit ihren Hormonen auch Persönlichkeit und seelisches Wohlbefinden, Sexualität und Fruchtbarkeit und sogar das Wachstum von Haut, Haaren und Nägeln. So viel dazu. (Quelle: Forum Schilddrüse e.V.)

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Darf ich weiterhin bekannt machen mit dem sogenannten Schweinehund.
Das wohl meist gehaltene Haustier, dass einem das Leben gerne schwer macht. Die Erziehung erscheint dem einem leichter, dem anderen schwieriger. Schweinehund-Flüsterer sieht man nur äußert vereinzelt. Weiterhin gibt es kaum allgemein gültige Erkenntnisse über diese, sehr individuellen charakterstarken Tierchen. Besser bekannt ist es vermutlich allen als eine Art Trägheit gegenüber dem als richtig erachteten Tun. (Quelle: Eigene Erfahrung…)

Was haben die beiden nun aber miteinander zu tun?
Bei den meisten vermutlich relativ wenig. Bei mir gab es dort quasi einen ziemlich großen Streit. Es gab da so eine Zeit in meinem Leben, da hatte ich zu gar nichts mehr Lust. Also so richtig gar nicht. Ich bin nach der Arbeit zu Haus ins Bett gefallen und war am nächsten Tag trotzdem todmüde. Und egal wie viel Erholung und Auszeit ich mir gönnte, ich konnte meinen inneren Schweinehund nicht überwinden und aktiv werden. Feierabend sozusagen.

Der Bluttest beim Arzt hat dann gezeigt: Sina, du kannst gar nichts dafür. Deine Schilddrüse hat eine Unterfunktion. Was das alles bedeuten kann, könnt ihr hier (klick) nachlesen. Ich sehnte mich jedenfalls tierisch nach meiner Energie, die ich nämlich eigentlich hatte, zurück. Onkel Doktor sagt „alles easy peasy, du nimmst jetzt erstmal ein paar flotte Hormone und irgendwann ist wieder alles schick“. Puh. Hormone? Das sagte mir irgendwie nicht so zu. Sollte das die Lösung aller Lösungen sein?

Ich bin einen anderen Weg gegangen und war bei einer Heilpraktikerin. Durch viele Gespräche und eine homöopathische Behandlung hat sie mich und meine Schilddrüse wieder auf den Damm bekommen. Zeitweise zweifelte ich wirklich schon an mir selbst, dass es meine Schuld war, dass ich diesen Schweinehund nicht bändigen konnte.

Für mich begann also eine spannende Reise, auf der ich gelernt habe besser auf meinen Körper zu hören. Zuerst kam meine geistige Energie zurück. Ich sprudelte plötzlich vor Kreativität, Aktionismus und tollen Ideen. Ich wurde wieder mutiger und habe Dinge erledigt, die ich schon lange vor mir hergeschoben habe. Und jetzt fast ein Jahr später habe ich auch meine körperliche Kraft wieder. Ich habe Spaß daran mich zu bewegen und bin hoch motiviert neu gesteckte Ziele zu erreichen.

Was will ich damit nun sagen?
Jeder kennt ihn den inneren Schweinehund. Der ist bei mir jetzt auch nicht plötzlich ausgezogen. Aber ich kann ihn besser überwinden. Wenn ich mir etwas in den Kopf gesetzt habe, dann kann ich das auch umsetzen und schaffen. Es ist nicht mehr das Einzige was ich denke: „Wann kann ich endlich wieder Schlafen?“

Versucht auf euren Körper zu hören. Habt ihr gerade einfach keine Lust oder steckt vielleicht doch mehr dahinter? Traut euch neue Wege zu gehen. Es muss ja nicht immer schwarz oder weiß sein. Meine Heilpraktikerin war für mich persönlich ein Treffer ins Schwarze. Aber das ist natürlich auch nicht jedermanns Sache.

Versucht für euch einen tollen Weg zu finden mit dem euer Leben so richtig Spaß macht und ihr euch in eurer Haut wohlfühlt. ♥ Sina

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2 Antworten zu “Die Geschichte von der Schilddrüse und dem Schweinehund

  1. Hallo Shina, toller Artikel. Ich bin gerade da, wo du vor einem Jahr warst. Bei mir ist es aber nicht nur eine Unterfunktion sondern Hashimoto. Das dauert wohl auch, bis alles so läuft wie es sollte. Es ist im Moment nicht sehr lustig, da ich nur mehr müde bin.
    Ich achte nun auf die Ernährung (Jodarm), gönne mir viel Ruhe und lerne das nun einfach anzunehmen.
    LG
    Cornelia

    • Liebe Cornelia,
      den Hashimoto hatte ich zum Glück nicht. Meine Mutter allerdings schon, die lebt aber schon lange beschwerdefrei und ohne Medikamente :)
      Ich bin mir sicher, dass sich auch bei dir irgendwann alles einpendelt!!
      Liebe Grüße
      Sina

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